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Avatar – Aufbruch nach Pandora PDF Drucken
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Geschrieben von: Müslie   
Donnerstag, den 17. Dezember 2009 um 17:44 Uhr

 

 

 

 

Dim lights


Es war ein Erlebnis, der Beginn einer n euen Ära als 1977 Star Wars in die Kinos kam. Nicht so sehr wegen der Story, die war märchenhaft und eigentlich nicht neu oder besonders. Aber die Bilder mit denen die Geschichte erzählt wurde, waren neu. Sternkreuzer, Raumschiffe, die Ausrüstung alles hatte diesen Used-Look, man fühlte sich mitten in der Geschichte, die Animationen waren bombastisch realistisch für damalige Zeiten und auch heute noch prima und überzeugend.

Natürlich habe ich mich geärgert, dass ich Star Wars nicht bei der Premiere im Kino sehen konnte, mein Alter verhinderte das... Baujahr ’80, daher freut es mich umso mehr, dass ich solche Highlights wie Avatar als Preview erleben darf. (Warum gibt es eigentlich mittlerweile zu jedem Film Previews? Das unterhöhlt ja den eigentlichen Kinostart, oder?).

Wie wir alle Wissen, zerstören die Menschen ihre eigene Lebensgrundlage, die Erde. Im Jahre 2154 sind nun so ziemlich alle Ressourcen der Erde verbraucht und wir greifen mit den knochigen Griff des Todes nach anderen Planeten, um diese ebenfalls auszubeuten und unser Überleben, oder zumindest das unserer Wirtschaft etwas länger zu sichern. Der Raumfahrtkonzern RDA heuert ehemalige Soldaten als Söldner an, um auf Pandora das Abbauen von Unobtanium sicherzustellen. Das Problem ist, dass auf Pandora nicht nur wilde und gefährliche Tiere in den riesigen Wäldern hausen, sondern auch intelligente Wesen, die die eigentlichen Bewohner dieses Planeten sind. In den Augen des Konzerns sind sie nur ein Ärgernis, welches man gerne beseitigt wissen würde. Um eine schlechte Presse auf der Erde zu vermeiden, möchte man sie zum Umsiedeln bewegen, ohne größere Verluste versteht sich. Ein Programm wird ins Leben gerufen, das AVTR, Avatar-Programm. Mit menschlicher- und alien-DNS gezüchtete und geistig leere Hüllen, die äußerlich den Einwohnern gleichen, können von Menschen gesteuert werden, es gilt das Vertrauen der Na’vi, so der Eigenname des Volkes, zu gewinnen und ihnen die Segnungen der Menschen in Form von Schulsystem und S traßen näher zu bringen und nicht zuletzt sie von einer Umsiedlung friedlich zu überzeugen. 

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Das Imperium der Wölfe PDF Drucken
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Geschrieben von: Müslie   
Dienstag, den 15. Dezember 2009 um 22:55 Uhr



Jean-Christophe Grangé ist ja eine mega toller Schriftsteller, dessen Buch Die purpurnen Flüsse bereits einigermaßen gut filmisch umgesetzt wurde, na ja. Und auch Vidocq stammt aus seiner Feder, das Drehbuch in diesem Fall.

Die Spezialität von Imperium der Wölfe ist die Verknüpfung von Thriller mit Mystery und einer Prise roher Gewalt. Holt das Popcorn, ich will unterhalten werden.

Kuckt man sich einen Action-Mystery-Thriller an, kommt es eigentlich nur auf die Story und die Schauspieler an, denn Merke: Das Genre bietet in den seltensten Fällen etwas Neues. Ein alter, abgehalfterter Bulle, gespielt von Jean Reno, wird von einen jungen, dynamischen Bullen um Hilfe gebeten. Dazu kommt eine schöne Frau, die ein Problem hat. In diesem Fall ist Anna Heymes, gespielt von Arly Jover, die schöne Frau. Sie soll eigentlich für die türkische Mafia neue Vertriebswege in punkto Heroin ausfindig machen. Ihr Problem ist, dass sie das Geld lieber für eine Schönheits-OP ausgegeben hat um ihr Aussehen zu ändern und sozusagen ein neues Leben anzufangen. Ihre Situation wird nicht gerade besser als sie Teil eines Regierungsexperiments wird. Sie verliert ihr Gedächtnis und erlangt es erst nach einer Zeit wieder. Story bis jetzt ok, Bilder auch und Jean Reno braucht auch nur da zu sein, um den Film aufzuwerten.

Das Problem an der Sache ist nur, dass die Geschichte im weiterem Verlauf nicht weis, ob sie Thriller oder Mystery oder nen James Bond sein will. Total Recall kam mir jetzt spontan auch in den Sinn, na ja. Der Film wird nie langweilig, auch wenn es inhaltlich doch bröckelt. Gute Unterhaltung trotz mittelmäßiger Story und durchschnittlicher Schauspielleistung, lediglich das Ende nimmt einen Höhepunkt in der Verworrenheit ein, hier ist der Zuschauer gefordert. Es wird nichts wirklich erklärt sondern man muss die Geschichte interpretieren. Dabei fällt dem geneigtem Zuschauer dann auch auf, wie weit das Ende vom Anfang entfernt ist, dramaturgisch und inhaltlich.  

Frankreich 2005 nach einem Roman von Jean-Christophe Grangé
Regie: Chris Nahon
Drehbuch:
Chris Nahon
Christian Clavier
Franck Ollivier
Darsteller:
Jean Reno
Arly Jover
Jocelyn Quivrin

 
Inglourious Basterds PDF Drucken
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Geschrieben von: Müslie   
Montag, den 28. September 2009 um 16:17 Uhr


Who the fuck is Taratino?

Dies ist kein Kriegsfilm, dies ist kein Film über das Dritte Reich, dies ist ein Film der zu einer Zeit spielt, in der ein Krieg stattfindet. Die Absicht hinter diesem Film ist Unterhaltung, keine Dokumentation, nicht das Abfeuern von Fakten, keine moralische Wertung, einfach Unterhaltung und vielleicht eine kleine Erläuterung zum Film der 20er und 30er Jahre aus Deutschland.

Einen Beitrag zur Bewältigung der Geschichte kann man auch eigentlich nicht erwarten, ist Tarantino ja durchaus für Bilder bekannt und weniger für tiefsinnige Geschichten. Bilder, zugegeben, die durchaus einprägsam sind. Und so zieht sich ein bebildertes und mit Zitaten bestücktes Nichts über zwei Stunden hin und alle sind begeistert. Des Tarantinos neue Kleider.

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101 Reykjavik PDF Drucken
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Geschrieben von: Müslie   
Samstag, den 22. August 2009 um 15:26 Uhr

Kalt ist der Norden, um sich zu wärmen trinkt man reichlich und schlägt sich die langen Nächte in Bars oder im Bett oder alles nacheinander um die Ohren. Hlynur ist 28 und lebt in 101 Reykjavik, der Hauptstadt Islands.

Am Tage lebt er bei seiner Mütter, in seinem alten Kinderzimmer. Ohne Arbeit und rechtes Ziel in seinem Leben, lässt er die Wochentage an sich vorbeiziehen um am Wochenende die Wärme des Alkohols und der schnellen Liebe zu spüren. Alles ändert sich als Lola, eine Freundin seiner Mutter, zu besuch kommt. Über die Weihnachtstage zieht sie bei den beiden ein und lässt sich von Hlynur das Nachtleben näher bringen. Dabei outet sie sich als Lesbe. Das stört sie aber nicht mit dem behornbrillten und britpopfrisierten, pornoliebenden Hlynur zu schlafen. Als ihm seine Mutter dann offenbart, dass sie auch lesbisch ist und sie und Lola mehr als nur befreundet sind, ist seine Verwirrung groß. Diese Verwirrung steigert sich umso mehr, als er erfährt, dass Lola schwanger und auch seine (ex)Freundin in Freudiger Erwartung ist.

Sind die beiden Kinder von ihm?

Dieser Film ist erfrischend, er ist kurzweilig und voll schwarzem Humor, fast schon ein Markenzeichen des skandinavischen Films. Hlynur, der ein einfaches Leben bei seiner Mutter hat und in den Tag lebt, wird mit Situationen konfrontiert, die absolut nicht in sein Lebenskonzept passen. Er muss reagieren. Hierin besteht die Komik des Films und auch die Dynamik.


Island 2000 nach einem Roman von Hallgrímur Helgason
Regie und Drehbuch: Baltasar Kormákur
Darsteller:
Hilmir Snær Gudnason
Victoria Abril
Hanna Maria Karlsdóttir
Baltasar Kormakur
Thrudur Vilhjalmsdottir
Olafur Darri Olafsson
Throestur Leo Gunnarsson

 
Yojimbo - Der Leibwächter PDF Drucken
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Geschrieben von: Müslie   
Samstag, den 22. August 2009 um 15:20 Uhr

Für eine Handvoll Yen, oder Ryo oder Dollar?

Wenn mir ein Film empfohlen wird, bin ich immer bereit mir diesen anzuschauen.
Wenn ich etwas in Wikipedia blättere/surfe, um mich über etwas zu informieren und dabei auf etwas stoße was interessant sein könnte, bin ich immer etwas skeptisch.

Als ich etwas über Sergio Leone las, stieß ich über Yojimbo, einen Film aus Japan der 1961er von Akira Kurosawa. Da war ich skeptisch. Bin ich zwar ein Anime Fan, denke ich aber sonst bei Filmen aus Japan eher an Godzilla und anderen Trash.

Interessant war allerdings, dass Für eine Handvoll Dollar ein Remake dieses Films sein sollte, überdies wussten andere Quellen viel Gutes über den Film zu berichten. Also war es mir ein Blindkauf bei Amazon wert.

Die Geschichte ähnelt tatsächlich dem Italo-Western. Der namenlose Antiheld ohne Ziel und Geld kommt in ein Dorf in dem zwei rivalisierende Familien um Macht und Vorherrschaft kämpfen. Der herrenlose Samurai entschließt sich die gegebene Situation auszunutzen und etwas Geld zu machen. So weit, so gut.

Der Film besticht durch die tiefe Sittlichkeit seines Antihelden und nicht zuletzt durch ein ungewöhnlichen Zynismus, der der Perspektivlosigkeit seiner anderen Charaktere geschuldet ist.

Beide Familien scharren Kriminelle um sich, veranstalten Glückspiel und saugen so das Leben aus der kleinen Stadt. In den Samurai sehen die Familien eine Möglichkeit die jeweils andere Partei ein für allemal aus den Weg zu räumen. Und der Namenlose scheint auch geneigt zu sein, seine Schwertkunst an den Höchstbietenden zu veräußern. Unrasiert und gänzlich ungerührt scheint es, dass er kein Deut besser als die anderen Vagabunden ist. Erst später wird klar, er vertritt immer noch die tiefen moralischen Werte einer uralten Kaste. Der Versuch Geld aus der Situation zu schlagen, ist nur der Vorwand ein bestimmtes Bild aufrecht zu halten. Das Bild eines gefallenen, ehrlosen Samurai lässt ihn leichter das eigentliche Ziel erreichen, nämlich die kleine Stadt von den Lumpen zu befreien. Er schafft es die Familien soweit gegeneinander aufzuhetzen, dass ein Clan durch den Kampf vollständig ausgelöscht wird. Den Rest erledigt er. Am Ende geht der namenlose Samurai wie er gekommen ist, ohne Geld und ohne Ziel.

Dieser Film ist meines Erachtens absolut sehenswert. War ich zwar skeptisch, bin ich doch positiv überrascht gewesen. Auch angesichts meiner ungerechtfertigten Vorurteile japanischer Filme. Shame on me…

Japan 1961
Regie: Akira Kurosawa
Drehbuch: Ryuzo Kikushima, Akira Kurosawa
Darsteller:
Toshiro Mifune
Tatsuya Nakadai
Yôko Tsukasa
Isuzu Yamada
Daisuke Katô
Atsushi Watanabe

 
Der Baader Meinhof Komplex PDF Drucken
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Geschrieben von: Müslie   
Samstag, den 22. August 2009 um 15:15 Uhr

Filme die historische Ereignisse darstellen wollen, müssen einen Spagat zwischen Fakten und Unterhaltung meistern. Selbst Dokumentationen schweifen gelegentlich ab, siehe Guido Knopp. Amerikaner lernen ihre Geschichte durch Filme, und nicht alle sind historisch genau. In Deutschland konnte man bislang auf mehr oder minder genaues Wissen aus der Dose verzichten. Zwischen dem Ende des Krieges und der Wiedervereinigung klafft allerdings in den Schulbüchern eine Lücke.

Gott sei dank gibt es Bernd Eichinger, der einen 20 Mio. € teueren Geschichtsporno geschrieben hat vor dem sich Leute mit einem pseudohistorischen Bewusstsein kräftig einen runterholen können.

Gab er vor 4 Jahren dem Führer noch einen Hauch von Menschlichkeit (Bruno Ganz ist der einzige Lichtblick vom Untergang), beatmet er nun die ganze RAF. Als nächstes werden wir wohl den Mauerfall aus Sicht Eichingers erleben müssen, alle drei Teile würden dann in der Eichinger History Box erscheinen.

Deutsche Geschichte läuft, sie läuft in den Kinos, sie läuft im Fernsehen, meistens engagiert aber schlecht in Szene gesetzt, gewollt und nicht gekonnt, manchmal auch gut und dann schlecht recherchiert.

Hierzu gehört auch Der Baader Meinhof Komplex. Als Quelle diente das gleichnamige Buch des ehemaligen Spiegel Chefredakteurs Stefan Aust. Dieses Sachbuch gilt als Standartwerk über die RAF, leider ist es so nicht verfilmbar, jedenfalls nicht als Spielfilm. Also musste Herr Eichinger seinen Griffel aus der Tasche ziehen und Massenkompatibilität herstellen. Unter der Regie von Uli Edel, der mir bereits negativ mit den TV-Produktionen Julius Caesar und Die Nibelungen auffiel, entstand ein Film der zwar mit Bildern positiv glänzt, deren historische Ungenauigkeit in einigen Bereichen aber fast peinlich wirkt, wenn man bedenkt, dass soviel wert auf Authentizität gelegt wurden.

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I Am Legend PDF Drucken
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Geschrieben von: Müslie   
Samstag, den 22. August 2009 um 15:09 Uhr

(Spoiler)

Lassen wir mal die Romanvorlage und die Verfilmung von ‘71 außen vor, die kenne ich nämlich nicht.

Eine Forscherin hat ein Heilmittel gegen Krebs entdeckt. Das Masernvirus ist genetisch so verändert worden, dass es prinzipiell den Körper hilft, den Krebs zu besiegen.
Leider ist das Virus etwas mutiert und hat die Menschheit ausgelöscht. So meint jedenfalls Robert Neville, der letzte seiner Art, gespielt von einem gealterten und ziemlich guten Will Smith.

Wir werden von Robert und seiner Schäferhündin durch ein verlassenes New York begleitet. Die Stadt dient nun wilden Tiere und Pflanzen als neuen Lebensraum. Die Betontürme der Zivilisation ragen imposant in die Höhe ohne der Natur Respekt abzuverlangen. Hier handelt es sich nicht um Bits und Bytes, es ist der Originalschauplatz, der für den Film abgesperrt wurde, und dies ist wirklich so beeindruckend und realistisch, dass zuweilen der geneigte Frosch im Halse stecken bleibt.

Doch die Menschen sind nicht tot, sie sind innerhalb weniger Jahre zu unbehaarten, aggressiven Wesen mutiert. Ihre Abscheu vor dem Licht, lässt sie nur Nachts aus ihren Behausungen herauskommen. Robert Neville ist aber auf der Suche nach einen Gegenmittel und Forscht an infizierten Ratten und auch an Exemplaren der Ex-Menschen.

Bis hierhin ist der Film beinahe poetisch absolut ruhig kommt er daher, wann hat man so einen Film schon mal im Kino gesehen.

Der zweite Teil des Films ist gar nicht ruhig, er bricht mit der Ästhetik und hält uns Computergezeugte Beinahe-Menschen vor Augen, die laut, aggressiv und plump daher kommen. Am Schluss stirbt Robert Neville mit dem Geschenk eines Gegenmittels für die letzten Überlebenden der selbstverursachten Apokalypse.

Sehenswert, wenn auch mit Schwächen…

USA 2007
Regie: Francis Lawrence
Drehbuch: Mark Protosevich, Akiva Goldsman
Darsteller:
Will Smith
Willow Smith
Dash Mihok
Joanna Numata
Alice Braga
Charlie Tahan
Salli Richardson

 
300 PDF Drucken
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Geschrieben von: Müslie   
Samstag, den 22. August 2009 um 15:04 Uhr

Wow, ein Sandalenfilm, möchte man meinen. Was würde wohl nach Troja kommen? Ich fand Troja nicht schlecht, aber es fehlte mir dabei etwas. Tja und dann sah ich 300 und wusste was fehlte… die knallharten Spartiaten.
In einer anderen Kritik las ich, dass hier wohl eine Jungsphantasie auf Zelluloid gebannt wurde. Diese Kritik fällt eher negativ aus. Ich hingegen sage, dass ist ein ziemlich gelungener Film.

Als erstes muss man sich zwei Sachen klar machen: Dieser Film basiert auf einer Comicvorlage, zweitens Frank Miller, der Comicautor, legte zu Gunsten seiner Bildästhetik weniger wert auf historische Genauigkeit.

300 Spartiaten brechen auf, die riesige Armee des persischen Gottkönigs Xerxes Einhalt zu gebieten. Sie sind zahlenmäßig hoffnungslos unterlegen, selbst als sich einige hundert Arkardier anschließen.
Als Vorlage dienen die Begebenheiten aus den Perserkriegen. Allerdings liefen die griechischen Hopliten niemals nur in Lederschurz rum!

Das Ende dieser Schlacht ist ungewiss, ein Funken Hoffnung glüht aber, wie die feurigen Rubine des Leibhaftigen persönlich. Die Perser müssen durch eine enge Schlucht um in das Landesinnere zu gelangen, diese kann aber von 300 Soldaten durchaus verteidigt werden.
Der Ausgang dieser Schlacht ist aber ohnehin nebensächlich in diesem Film, wichtiger sind die Bilder, die wie auf antiken Amphoren gezeichnet sind. Das die Kampfszenen recht brutal und zum Teil auch etwas übertrieben sind, reiht sich nur in einer Kette von Übertreibungen ein, die gestählten Körper der Spartaner, der riesenhafte, total dichtgepiercte, schwuchtelige Xerxes und diverse anderer Monstrositäten sind der Vorlage geschuldet. Immerhin ist die Übertreibung ein gängiges Stilmittel von Comics.

Was soll ich sagen, die rockigen Klänge und die saucoolen Spartiaten, die auf eine Übermacht eindreschen, wie Herakles auf einen Sandsack, sind wahnsinnig unterhaltsam und ich habe mich dabei erwischt, wie ich beim dritten Mal auf die Kampfszenen vorgespult habe. Inhaltlich eine ziemlich simple Geschichte mit vielen harten Sprüchen.

Mein Fazit: Ich liebe es…

USA 2007
Regie: Zack Snyder nach einer Comicvorlage von Frank Miller
Darsteller:
Gerard Butler
Lena Headey
David Wenham
Vincent Regan
Rodrigo Santoro

 
Alien vs. Predator 2 PDF Drucken
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Geschrieben von: Müslie   
Samstag, den 22. August 2009 um 14:51 Uhr

Ich habe etwas länger überlegt, ob ich über meinen gestrigen Kinobesuch schreibe, zumal es mir nicht sonderlich gut geht, was nur am Rande etwas damit zu tun hat. Ich bin ein Alien Fan. Teil 1 und 2 sind, meiner bescheidenen Meinung nach, Meisterwerke. Teil 3 ist OK und 4 ist auf seine Art auch gut. Was ich an Alien so faszinierend finde, ist die Darstellung der Außerirdischen.

Intelligente Wesen, deren ganzes Tun auf die Urinstinkte Ur-Instinkte (bessere lesart…) reduziert ist, keine Monster die einfach nur töten. Hinter den ganzen Filmen steckt mehr als nur ein auf düster gemachter Star Trek Abklatsch.
Man kann sagen, ich liebe die Aliens und einzig Ripley ist es, um die ich bange.

Als dann Alien vs. Predator auf dem Markt (in die Kinos) kam, weigerte ich mich standhaft diesen Film zu sehen. Ähnlich wie bei Titanic… irgendwann kommt man nicht mehr daran vorbei…
Tja, und was soll ich sagen? Der Film war, meiner sheißarroganten Meinung nach, der letzte Müll. Man muss das verstehen, wenn man etwas mag, wird man vielleicht intolerant was Remakes oder Adaptionen betrifft…

Gestern habe ich mich leichter dazu entschlossen ins Kino zu gehen, mir war langweilig, außerdem hatte ich Hunger und mich lockte anschließend ein kleiner Snack bei einem großen Fast Food Restaurant nach dem Kinobesuch. Hätte ich bloß weiter gehungert, heute komme ich kaum vom Klo runter…

Die Fortsetzung war grauenhaft. Die Charaktere werden überhaupt nicht entwickelt, wozu auch, sterben ja eh schneller als neue Aliens durch die Brust brechen können. Überdies werden Handlungsstränge angelegt, die durch die Aliens ein blutiges Ende finden anstatt filmisch aufgelöst zu werden. Gott sei dank muss man allerdings dazu sagen, sonst müsste man sich die dumpfen Dialoge noch länger anhören. Fraglich ist natürlich, ob es so etwas wie ein Drehbuch gab oder ob man das ganze freestyle gemacht hat, würde einiges erklären. Aus meinen geliebten Aliens sind wahllose Killer geworden, ohne Anzeichen von Intelligenz, sehr schlecht daher für meine verärgerte Sicht der Dinge.

Manchmal haben Splatterfilme erst den richtigen Charme, wenn sie trashig gemacht sind, aber dann bitte nicht mit Bezug auf DIE Alien Filme. Ich kann darin nicht einmal den Versuch einer Persiflage erkennen, es ist ein ernst gemeinter Film und das ist wirklich sehr erschreckend.

Mein Fazit… ich muss wieder kotzen…

USA/Kanada 2007
Regie: Colin Strause, Greg Strause
Drehbuch: Shane Salerno
Darsteller:
Stephen Pasquale
Reiko Aylesworth
John Ortiz
Johnny Lewis
Kristen Hager
Ariel Gade

 
Adams Äpfel PDF Drucken
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Geschrieben von: Müslie   
Samstag, den 22. August 2009 um 14:47 Uhr

Der dänische Film hat ein reichhaltiges Angebot an schwarzem Humor, Selbstironie und Sarkasmus. Um mal die Werbesprache zu benutzen: Ich liebe es…

Adam, ein Neonazi der wegen einer Straftat ins Gefängnis musste und die letzten drei Monate seiner Strafe an einem Resozialisierundsprogramm teilnehmen muss sowie Pfarrer Ivan, (Mads Mikkelsen *Casino Royal*) der Leiter dieses Programms, sind die Protagonisten, die unterschiedlich eigentlich nicht sein können.

In der dänischen Abgeschiedenheit betreut der Pfarrer den Ex-Tennis-Star Gunnar, der nach einem verlorenen Match sein Leben nicht mehr in den Griff bekommt, und den Araber Khalid, der in seiner Heimat alles verlor, da eine Ölgesellschaft seine Familie tötete und ihm von seinem Land vertrieben hat.

Die Personen benutzen ihre Lebensgeschichte, sofern sie denn stimmt, lediglich als Ausrede für ihr (Miss)verhalten. Ivan sieht in allem eine Versuchung des Satans und begegnet jeder Situation mit einer Engelsgeduld, er lebt in seiner eigenen Welt, die manchmal sehr abstrus ist.

Gunnar ist ein alkoholkranker Frauenschänder und Kleptomane, der seit Jahren trocken ist, er braucht aber ständig hochprozentigen “Hustensaft”, den ihm Ivan von der Tankstelle mitbringen muss.

Dann ist da noch Khalid für den Dänemark ein Schwuchtelland ist und der Statoil-Tankstellen überfällt. Angeblich hat Statoil seine Familie umgebracht und ihm sein Land weggenommen (Statoil unterhält nur Fördergebiete in Skandinavien).

Die Situation ist ziemlich bizarr und wirft ein selbstironischen Blick auf die liberale Gesellschat Dänemarks. Wir sind nur ein Produkt der Gesellschaft…

Ein emphelenswerter Film, mit viel Humor… sehe die Dinge wie sie sind, nicht wie du sie gern hättest.

Dänemark 2005
Regie und Drehbuch: Anders Thomas Jensen
Darsteller:
Ulrich Thomsen
Mads Mikkelsen
Ali Kazim
Nicolas Bro
Paprika Steen
Ole Thestrup

 
Blood Diamond PDF Drucken
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Geschrieben von: Müslie   
Samstag, den 22. August 2009 um 14:44 Uhr

Der Film beginnt gleich mit dem ganz normalen Alltag des Bürgerkriegs im kleinen Sierra Leone: Die Rebellen hacken den Männern die Hände ab oder entführen sie, damit sie auf den Diamantenfeldern arbeiten. Der Film zeigt ziemlich viel Grausames und die ganze Szenerie mag Klischeehaft wirken, doch in Sierra Leone tobte über zehn Jahre Bürgerkrieg und die UN stufte das Land als jenes ein, welches die schlechtesten Lebensbedingungen weltweit aufwies. Und wenn wir ehrlich sind, wissen wir was in Afrika passiert, wir brauchen keine Hollywoodfilme, die uns 140 Minuten betroffen machen und uns ein schlechtes Gewissen einreden, nur um nach dem Film wieder zur Tagesordnung überzugehen.

Danny Archer, der Söldner aus Rhodesien, ist eigentlich nur an Geld interessiert, das Schicksal der Afrikaner ist im gleich. Seine Logik ist klar, die Menschen bringen sich so oder so um, die einen wollen die Macht, die anderen missbrauchen die Macht, „D. I. A. Das ist Afrika“.
Er versucht genug Geld mit dem Schmuggel und Verkauf von Blutdiamanten zusammen zu bekommen, um den schwarzen Kontinent zu verlassen. Doch so recht will man ihm nicht glauben, ist er doch tief in der roten Erde Afrikas verwurzelt, wo sonst könnte eine Söldnerseele leben, außer in einen Dritte-Welt-Land wo das Leben für einen weißen Mann so einfach ist.

Als Gegenpart dazu ist Solomon Vandy der schwarze Afrikaner, der in diesem Land leben muss. Er wurde verschleppt und hat bei der Arbeit in den Diamantenfeldern einen ziemlich großen Diamanten gefunden, das bringt ihm aber eher wenig. Die Geschäfte mit Rohdiamanten machen andere, er kann nicht einmal jemanden davon erzählen ohne um sein Leben fürchten zu müssen. Seine Frau und seine zwei Töchter sind in einem Flüchtlingslager interniert, sein Sohn ist Kindersoldat bei den Rebellen, nicht freiwillig versteht sich.

Also macht Archer ihm ein Angebot, er bekommt den Diamanten und der Söldner hilft Solomon im Gegenzug seine Familie wiederzubekommen.

Die dritte im Bunde ist Maddy, eine amerikanische Journalisten, die eine Story über den illegalen Handel mit Blutdiamanten schreiben will. Mit ihr kann sich der Zuschauer wohl am ehesten identifizieren.

Der Film ist sehr „actionreich“ ohne in die Trivialität dieses Genres abzugleiten, die Geschichte ist keine reine Hollywood Fiktion mit viel Bang Bang, trotzdem kommt er nicht ohne die Einrede eines schlechten Gewissens aus. Am Ende des Films werden wir darauf hingewiesen, das immer noch einen Handel mit Blutdiamanten gibt, das es soundsoviele Kindersoldaten in Afrika gibt, statistische Zahlen als Grad des Elends, dieser Film kann es nicht Leisten die Menschen zu ändern, welcher Film könnte das schon, und so wirkt es etwas fade. Dieser Film ist als das was er ist, ein Film der sich eines ernsten Themas annimmt und dabei unterhalten will.

Eine dokumentarische oder sozialkritische Absicht hineinzuinterpretieren würde den Rahmen sprengen, in dem sich dieser Film bewegt.

Auch wenn Danny Archer der Journalistin entgegnet, dass er nur die Nachfrage nach günstigen Diamanten befriedigt, und man eher der Nachfrage die Schuld am Elend der Menschen in Sierra Leone geben sollte, sollte das für uns alte Europäer nichts neues sein.

Auf alle Fälle ein sehenswerter Film.

USA 2006
Regie: Edward Zwick
Drehbuch: Charles Leavitt
Darsteller:
Leonardo DiCaprio
Djimon Hounsou
Jennifer Connelly
Arnold Vosloo

 
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