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G.I. Joe - Geheimauftrag Blindschleiche PDF Drucken
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SchwachPerfekt 
Geschrieben von: Müslie   
Freitag, den 21. August 2009 um 21:00 Uhr


Warum geht man ins Kino? Also ich möchte mich unterhalten lassen, und man kann mich leicht unterhalten. Zeigt mir ne Doku über Fast Food und ich finds toll, zeigt mir 300 Griechen in super Bildquali und ich finds toll, zeigt mir ne Schnulze über ne Frau die aus beruflichen Gründen heiraten muss und ich finds…

Ich habe wenig Anspruch, Unterhaltung ist für mich nicht gleich geistige Erbauung. Kommt eine gute Story mit guten Schauspielern zusammen und ist es dann noch witzig, interessant oder intelligent inszeniert ist es super, aber so etwas gibt es nicht oft. Daher muss man sich schon etwas davon rausgreifen, das ist ja nicht weiter schlimm.

Es gibt eine Strömung in Hollywood, die bekannte Figuren der Populärkultur, wie Comic-Helden oder Action-Figuren, zum Plot für Blockbuster macht.

Ob es Batman, Spiderman, Hulk sind oder eher die großartigen Comics wie Sin City oder 300 alles wird verfilmt, gut, schlecht, mittelmäßig. Man profitiert gegenseitig. Transformers war schon so schön schlecht, dass ich dachte noch mieser gehts nicht. Und dann…

und dann hab ich G.I. Joe gesehen. Bin ich überhaupt ein Freund von Action? Definitiv weiß ich es nicht, denn viele solcher Filme versuchen fehlende Attribute wie Schauspiel, Handlung, Witz etc. durch Explosionen, Pathos und ziemlich heiße Schnitten Schlitten zu kaschieren.

Die Story ist plump. Ein skrupelloser Waffenhändler versucht die Weltherrschaft zu erlangen, dabei hilft ihn ein wahnsinniger Wissenschaftler. Um das alles zu verhindern greift die super geheime und super ausgestattete internationale Eingreiftruppe ISAF G.I. Joe ein. Benannt nach der Spielfigur (oder umgekehrt, spielt im Film keine Rolle, wollte es nur mal so anmerken). Der Rest ist ja bekannt, haben wir ja schon zig mal gesehen und genauso entwickelt es sich dann auch.

Was zeichnet den Film aus? Abgesehen davon, dass ich zusehends unruhiger wurde und den Saal verlassen wollte (kam erst zweimal vor im Kino, die beiden anderen Filme waren so schlecht, dass ich deren Namen vergessen habe, was auch bei diesem bald der Fall sein wird), ist an diesem Film nichts herausragendes zu erkennen. Von den drei bekannteren Schauspielern Dennis Quaid (Dragonheart, 8 Blickwinkel), Marlon Wayans (Scary Movie) und Jonathan Pryce (Fluch der Karibik) ist nichts wahrzunehmen, was den Film in irgendeiner Weise weiter bring, kurze Sätze, die jeder drittklassige Soap-Darsteller ablesen kann. Ach ja, Brendan Fraser (Die Mumie) wird auch in einer Minute verheizt, ist aber nicht im Abspann erwähnt, wahrscheinlich wollte er nicht für dieses Machwerk seinen Namen hergeben und hat Stephen Sommers (Regie G.I. Joe und Die Mumie) lediglich einen Gefallen getan oder eine Wette verloren, man weiß es nicht…

Story ist Schrott, Schauspieler sind unterfordert aber Action ist doch geil, oder? Naja ich bin kein Freund von sinnloser Action, dann könnte ich mir auch Wrestling oder Stockcar Rennen ankucken. Es ist, wenn überhaupt, eine Aneinanderreihung von langweiligen Computereffekten, zweifelsohne gut gemacht, aber das ist heute kein Kriterium mehr. Die Frage ist, warum so etwas in die Kinos kommt? Gibt es niemanden vor denen sich die Regisseure rechtfertigen müssen. Sorry, aber ist ja alles in Ordnung, sollen sie ihre Filmchen drehen, aber wo ist der Verbraucherschutz wenn es um wirklich wichtige Dinge wie seelische Grausamkeiten geht, zumindest eine staatliche Abwrackprämie wäre doch drin. Löse die 2 Stunden meines Lebens gegen 2,50 Euro ein. Super Idee, eigentlich…

G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra
Regie: Stephen Sommers
Buch: Stuart Beattie, David Elliot, Paul Lovett
Darsteller u.a.:
Dennis Quaid
Jonathan Pryce
Sienna Miller
Channing Tatum
Marlon Wayans

 

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